Über mich

Ulrich Küchl

Prälat Seiner Heiligkeit emer. Propst des ehemaligen Collegiatstiftes Eisgarn


Ulrich Küchl, geboren 1943 in Königsberg (heute „Kaliningrad“) ist ein deutschösterreichischer Priester und Komponist.
Er maturierte 1962 im niederösterreichischen Waidhofen/Ybbs, wurde nach dem Studium der Philosophie und Theologie 1967 für das Bistum St. Pölten zum Priester geweiht, und war von 1976 bis 2008 Propst des Kollegiatstiftes Eisgarn in Niederösterreich.
Als Komponist war er langjähriger Schüler von Gottfried von Einem. Küchls kompositorisches Werk umfasst 60 opera. Küchl ist Inhaber des Verlages „DIE PROPSTEI“.
Er lebt heute als Rentner in Eisgarn und Dresden.

Weitere Veröffentlichungen des Autors:
„Heimatbuch Eisgarn“, 466 S., Eisgarn 2010, im Verlag der Marktgemeinde Eisgarn.
„Pfarrer Josef Glanz - ein Priesteroriginal“, St. Pölten 2015, in „HIPPOLYTUS“ NF 34, S. 96 bis 111.
„Zur Dorfseelsorge im 19. Jahrhundert“, St. Pölten 2014, in „JAHRBUCH für Landeskunde von Niederösterreich“, NF 80, S. 1 bis 74

Zum Geleit

Ich gebe zu: ich habe dieses Buch geschrieben um ein Trauma zu bewältigen. Fünf Jahre weltweite Verachtung und anschließende fünf Jahre Vertreibung und Exil hatten mich einer bis an das Erträglichkeitsmaximum grenzenden Belastung ausgesetzt, mit nicht unbedeutenden Folgen für meine psychische und physische Gesundheit.

 

Immer noch bin ich jedoch ein überzeugter und Gott zutiefst dankbarer Priester. Daran konnte auch die verlogene Inszenierung der weltweiten medialen Verleumdungskampagne einiger Mit“brüder“ aus höchsten Kirchenkreisen nichts ändern, ein Medienfeldzug, den ich als schwer verletzend und desillusionierend empfunden habe. Als noch quälender und verletzender der jedoch den weiteren Umstand, dass im Konfliktfall ein Priester innerhalb der katholischen Hierarchie völlig rechtlos ist. Den obersten katholischen Verwaltungsbehörden steht es frei, Entlastungsbeweise zu unterdrücken, ein innerkirchliches Gerichtsverfahren zu verweigern und kirchliche (für den Beklagten rechtsfreundliche) Gesetze im Bedarfsfall auch rückwirkend aufzuheben.

 

Die fünf Jahre meines Exils waren eine Zeit intensiven Nachdenkens, sowohl über die Ereignisse in den Katastrophenjahren 2004 und 2005, als auch darüber hinaus. Wie es langes Nachdenken so mit sich bringt, bewegen sich die Gedanken auf verschiedenen Zeitebenen, die manchmal langsam, manchmal abrupt ineinander übergehen. Ein bunter Reigen von Assoziationen ist entstanden.

 

Zweifellos sind es Erinnerungen einer verwundeten Seele, nichtsdestoweniger aber auch kirchen- und gesellschaftshistorische Zeugnisse, belegt durch eine umfassende archivalische Dokumentation der Ereignisse.